
Vom Pixel zum fertigen Spiel
Im Rahmen der WIAI-Jubiläumsfeier arbeite ich an einem Roguelike-Spiel mit Godot 4. Die Idee dahinter: ein Dungeon-Crawler mit eigenem Level-Builder, verschiedenen Spielmodi und möglichst vielen Überraschungen, wenn man unvorbereitet den nächsten Raum betritt. Schritt für Schritt entsteht aus ersten Ideen mittlerweile eine spielbare Betaversion.
Ab ans Grafiktablett!
Ein großer Teil der bisherigen Arbeit bestand darin, ein eigenes Tileset zu erstellen. Mit dem Pixel-Art-Programm Aseprite habe ich verschiedene Bodenflächen, Wände und Dungeon-Elemente gestaltet. Der Entwurf einer Spielfigur hat mir dabei etwas mehr Kopfzerbrechen bereitet: Wie kann man einen nur 16x16 Pixel großen Charakter ansprechend gestalten? Am Ende habe ich mich für den „Catmancer“ entschieden – einen Katzen-Neuromancer-Hybrid, den der Spieler durch die Räume lenken darf.

Der Code
Neben der Grafik wurde natürlich auch viel programmiert. In Godot habe ich bereits mit GDScript grundlegende Funktionen umgesetzt: eine einfache Testmap mit Kollisionen, intelligenten Gegnern sowie einen Spieler, der sich bewegen und kämpfen kann. Zum Glück bietet Godot bereits viele eingebaute Funktionen, die die Spieleentwicklung erleichtern.
Jedes einzelne Objekt im Spiel wird in sogenannten „Nodes“ implementiert – die kleinste Einheit in Godot, die passende Namen, Funktionen und Typen beinhaltet. Diese Nodes werden anschließend in „Scenes“ organisiert, welche die eigentlichen Figuren sowie die Spielwelt enthalten. So bleibt der Entwicklungsprozess übersichtlich und flexibel.
Aber auch Konzepte aus den Vorlesungen kommen zum Einsatz. Zum Beispiel verwende ich eine Finite State Machine (endlicher Automat), die kontinuierlich Spielereingaben verarbeitet und abhängig davon ihren Zustand verändert. Dadurch können verschiedene Aktionen des Spielers – beispielsweise Laufen, Angreifen oder Ausweichen – sauber voneinander getrennt werden.
Ausblick
In den nächsten Wochen möchte ich vor allem das Gameplay erweitern und den Level-Builder implementieren. Geplant ist ein möglichst einfaches System, mit dem Räume, Gegner und Hindernisse direkt im Spiel platziert werden können. Dadurch sollen Messebesucher nicht nur ihre eigenen Räume erstellen, sondern diese auch mit anderen teilen können, um sich gegenseitig herauszufordern.
Ich freue mich auf Ihren Besuch!
– Emma